Am Mittwochabend des 9. September fand der Launch von Reto Hanselmann’s Wiesn Couture im Mews House in Zürich statt. Die Oktoberfest-Stimmung ist offiziell eröffnet und gewisse Teile seiner exklusiven Trachtenkollektion müssen schon nachbestellt werden. Ab dem 15. September bis zum 31. Oktober veranstaltet das Mews House seine Oktoberfestwochen.
Ich finde es immer besonders inspirierend, wenn erfolgreiche Menschen wie Reto Hanselmann zeigen, wie man weiterwachsen und seine Träume erfüllen kann. Seit über zehn Jahren veranstaltet er die Hanselmann’s Wiesn auf dem Bauschänzli in Zürich. Dieses Jahr kann man dazu seine selbst kreierte Kollektion Hanselmann’s Wiesn Couture tragen. Für ihn geht damit ein Traum in Erfüllung.
Wie ist es dazu gekommen, dass du deine erste Kollektion herausbringst?
Ich habe seit 20 Jahren eine Wohnung in München und bin sehr verbunden mit Bayern. Es war immer mein Wunsch neben dem, dass ich das bekannteste Oktoberfest Hanselmann’s Wiesn in Zürich veranstalte, auch irgendwann meine eigene Kollektion herausbringen. Das Problem war, mir fehlte das Know-how. Da kam das Mews House ins Spiel, die sofort offen für eine Zusammenarbeit waren. Sie haben die Expertise im Detailhandel, den Store und die Möglichkeiten. Meine Aufgabe ist das ganze Design, die Auswahl der Materialien etc. Mein Traum ist es nächstes Jahr, die Kollektion noch mehr zu erweitern und ein Monopol aufzubauen. Es soll ein hochwertiges Schweizer Label sein, das für jedes Budget etwas Passendes hat.
Das ist ja der perfekte Match mit Mews House, das freut mich sehr. Planst du auch eine vegane Kollektion? Du bist ja gut mit dem veganen Designer Yannik Zamboni befreundet.
Absolut, ich habe den Wunsch, mit Yannik zusammenzuarbeiten. Es ist mir ein Anliegen, auch für Menschen etwas zu kreieren, denen insbesondere Nachhaltigkeit im Bereich Tier sehr wichtig ist.
Da können wir Veganer uns freuen. Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Topmodel Manuela Frey?
Wir sind schon sehr lange befreundet. Sie hat sofort zugestimmt, obwohl ich kein Budget hatte. Dafür werde ich sie jedes Jahr buchen und sobald das Budget vorhanden ist, auch bezahlen.
Diesen gegenseitigen Support finde ich grossartig. Berührt hat mich ebenfalls die Geschichte von Mews House. Mews bedeutet Stallungen. Früher waren an diesem Ort die Stallungen der Pferde, die die Waren vom Zürichsee zum Handelsplatz gebracht haben. Im Concept Store sind alle Mitarbeitenden ehemalige Jelmoli-Angestellte. Als das Traditionshaus seine Tore an der Bahnhofstrasse schloss, ging ein Teil Zürcher Geschichte zu Ende. Wehmütig war ich auch, weil mein Grosi ihre Lehre in der Mercerie-Abteilung bei Jelmoli gemacht hatte und ich zweimal Engeli im Märlitram war. Umso schöner, dass einige Fachkräfte, die oft jahrzehntelang im Jelmoli tätig waren, eine neue Arbeit im Mews House gefunden haben. Zum einen zeigt dies Wertschätzung, was definitiv in unserer Gesellschaft in jeglichen Bereichen mehr werden muss, und zum anderen unternehmerische Kompetenz, dass man die Loyalität der Mitarbeiter erkennt, fördert und honoriert.
Das Mews House ist aber viel mehr als nur ein Concept Store. Es bietet drei Suiten zur Übernachtung, Räumlichkeiten für Meetings oder auch ein Restaurant an. Für die Oktoberfestwochen wird das Restaurant zum Wirtshaus-Pop-up und es werden bayerische Klassiker serviert.
Bilder: Daphne Chaimovitz
