Filmkritik «Incitement»

Einer der schwärzesten Tage Israels, in dem die Bedrohung von innen kam, aus der Sicht von Attentäter Yigal Amir.

Bild aus dem Film Incitement, Yehuda Nahari Halevi

Fazit «Incitement»

Der Film ist schwere Kost. Ich kann mich noch gut an den 5. November 1995 erinnern, obwohl ich erst zehn war. Der Schock über den Tod von Premierminister Yitzhak Rabin und die Erkenntnis des Unmöglichen, dass ein Jude einen anderen umbringt, ist bis heute tief in der israelischen Gesellschaft verwurzelt. Manchmal macht diese Last den Film fast unerträglich anzuschauen.

Bild aus dem Film Incitement

Doch der Zuschauer beginnt zu verstehen, wie gewisse Ereignisse, falsche Schlussfolgerungen und ein viel zu grosses Ego zum Tod von Rabin führten. Dies ist keine Entschuldigung, sondern eine Möglichkeit bei uns genauer hinzuschauen, denn jeder könnte in die falschen Kreise geraten und bei vielen Niederschlägen empfänglich für falsche Parolen werden.

Handlung «Incitement»

Yigal Amir (Yehuda Nahari Halevi) ist Jurastudent an der Bar-Ilan-Universität in Ramat Gan. Er ist sehr religiös und hat sich in die hübsche Nava (Daniella Kertesz) verguckt. Sie ist aber eine Aschkenasi und Yigal jemenitischer Abstammung, somit ist eine gewisse Reserviertheit der Eltern schon vorprogrammiert. Nichtsdestotrotz geht Yigal wie immer vor, wenn ein Ziel schwer zu erreichen ist, er zielt darauf ab und gewinnt. Doch nicht dieses Mal.

Bild aus dem Film Incitement, Yehuda Nahari Halevi

Zeitgleich findet im Land eine Spaltung statt. Die linke Arbeiterpartei von Premierminister Yitzhak Rabin will in Oslo das Friedensabkommen zwischen Israel und Palästina unterschreiben. Dies sehr zum Missfallen der Rechten und Orthodoxen-Juden. Nicht nur im Land ist die Stimmung sehr gereizt auch Attentate zwischen Palästinensern und Israelis erschüttern den Friedensprozess. Der religiöse Yigal findet diese Entwicklung zum Kotzen und hört mehrere Rabbiner an, die von Rabin als Verräter und Spitzel sprechen. Immer wieder hört er von Verweisen in der Bibel, die es erlauben unter besonderen Umständen einen Menschen zu töten, wenn er die Gesetze der Bibel bricht.

Bild aus dem Film Incitement, Yehuda Nahari Halevi

Von Geburt an hört Yigal, wie besonders er ist und wie sein Name ihn zum Erlöser macht. Getrieben von der Schmach von Nava zurückgewiesen worden zu sein, der Wut auf Rabin und der unausgesprochenen Erlaubnis einen Mord zu begehen, macht sich Yigal am 5. November 1995 auf den Weg nach Tel Aviv. Wie die Geschichte ausgeht, wissen wir alle. Doch wie schaffte es Yigal so nahe an Rabin heranzukommen? Und wer waren seine Helfer?

Besetzung
* Yehuda Nahari Halevi als Yigal Amir
* Amitay Yaish Ben Ousilio als Shlomo Amir
* Anat Ravnitzk als Geula Amir
* Yoav Levi als Hagai Amir
* Daniella Kertesz als Nava
* Sivan Mast als Margalit Har-Shefi

Bilder: Incitement


Ähnliche Beiträge

Bild aus dem Film Aladdin

Filmkritik «Aladdin»

Bild aus dem Film Spider-Man: Far From Home

Filmkritik «Spider-Man: Far From Home»

No Comments

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: