Filmkritik «Richard Jewell»

Vom Nationalhelden zum Bombenattentäter in drei Tagen. Die Geschichte von Richard Jewell, der einfach nur das Richtige tun wollte.

Bild aus dem Film Richard Jewell

Fazit «Richard Jewell»

Es ist schockierend, wie schnell sich das Blatt wenden kann und man in die Mühlen der Justiz gerät. Eine totale Albtraumvorstellung, als Unschuldiger auf Teufel komm raus schuldig gesprochen zu werden. Egal, ob Beweise vorhanden sind oder nicht. Clint Eastwood versteht es geschickt, die Spannung aufrecht zu erhalten und die Geschichte von Richard Jewell ins Zentrum zu rücken. Auch wenn die anderen Mitspieler Teil des Ganzen sind, bleibt der Fokus immer auf ihm.

Bild aus dem Film Richard Jewell

Es tut einem im Herzen weh, zu sehen, wie eine solche Hetzjagd die Menschen kaputt macht. Es macht Angst, dass die Polizei nicht objektiv bleibt, nur weil sie einen möglichen Tatverdächtigen hat und sich auf ihn einschiesst. Trotz der Entrüstung, die der Zuschauer über die ganze Situation spürt, ist es schön zu sehen, dass die wichtigen Menschen in Richards Umfeld zu ihm gehalten haben.   

Bild aus dem Film Richard Jewell

Handlung «Richard Jewell»

Das Leben von Richard Jewell (Paul Walter Hauser) verläuft nicht gerade so, wie er es sich vorgestellt hatte. Nachdem er endlich sein Ziel erreicht hat und Polizist geworden ist, wurde er rausgeschmissen. Wegen seiner überkorrekten und pedanten Art verliert er auch weitere Stellen. Wenigstens darf er an den Olympischen Spielen als Sicherheitsmann arbeiten. Auch wenn es nur um die Sicherheit der Konzerte im Centennial Park geht.

Bild aus dem Film Richard Jewell

Doch in der Nacht auf den 27. Juli 1996 ändert sich alles. Richard findet bei einer Auseinandersetzung mit Betrunkenen eine Bombe. Dank seiner schnellen Auffassungsgabe kann die Polizei sofort eingreifen und die Evakuierung beginnt. Währenddessen geht die Bombe hoch. Glücklicherweise sterben nur wenige Menschen, Richard wird als Held gefeiert und bekommt Interviewanfragen aus dem ganzen Land.

Bild aus dem Film Richard Jewell

Während er sich bescheiden gibt, meldet sich ein ehemaliger Vorgesetzter beim FBI und tut seine Befürchtung kund, dass Richard der Bombenleger sein könnte. Auf einmal passt für das FBI alles zusammen. Der übergewichtige, frustrierte Weisse, der noch bei seiner Mutter «Bobi» (Kathy Bates) lebt. Mit einer List bringen sie Richard ins FBI-Gebäude und beginnen ein Verhör. Als Richard die Sache langsam komisch vorkommt, verlangt er nach einem Anwalt.  

Bild aus dem Film Richard Jewell

Richard kennt den Anwalt Watson Bryant (Sam Rockwell) noch von einer früheren Tätigkeit, bevor er zu den Gesetzeshütern stiess. Watson muss nicht nur gegen die Verleumdungen vom FBI und den Medien kämpfen, sondern auch Richard überzeugen nicht proaktiv bei seiner eigenen Verurteilung mitzuhelfen, weil er an den Gerechtigkeitssinn dieser Agents glaubt. So beginnen lange Monate der Zermürbung und der Verzweiflung, den Richard beharrt darauf unschuldig zu sein. Ist er das wirklich? Und wenn ja, wer hat die Bombe gelegt? Wie wirkt sich diese Situation auf sein Leben aus?

Bild aus dem Film Richard Jewell

Besetzung
* Paul Walter Hauser als Richard Jewell
* Sam Rockwell als Watson Bryant
* Kathy Bates als Barbara «Bobi» Jewell
* Jon Hamm als FBI Agent Tom Shaw
* Olivia Wilde als Kathy Scruggs
* Nina Arianda als Nadya
* Ian Gomez als FBI Agent Dan Bennet

Bilder: © 2020 Warner Bros. Ent. All Rights Reserved.


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